Glasfasernetz - Nachfragebündelung

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

die Entwicklung des Internets und die damit verbundenen Dienste und Möglichkeiten haben in den letzten Jahren große Auswirkungen auf alle unsere Lebensbereiche genommen und nehmen weiterhin zu. Aus dem Leben vieler Menschen sind die Internetverbindungen für die Arbeit, Schule, zum Einkaufen, zur Informationsbeschaffung oder Unterhaltung nicht mehr wegzudenken. Gerade die aktuelle Situation hat uns gezeigt, wie wichtig Digitalisierung für jeden Einzelnen von uns ist. Dabei werden immer schnellere und leistungsfähigere Internetverbindungen benötigt, um die stetig steigenden Datenmengen verarbeiten zu können.
Telekommunikation gilt als Medium der Daseinsversorge und ist zwischenzeitlich fast so wichtig wie die Stromversorgung und ein funktionierendes Wasserleitungsnetz. Die Gemeinde Moosinning hat aus diesem Grund einen Kooperationsvertrag mit Deutsche Glasfaser, einem privatwirtschaftlichen Investor und Spezialisten für die Planung, den Bau und den Netzbetrieb von FTTH-Glasfasernetzen, geschlossen.
Deutsche Glasfaser wird von 12.10.2021 – 16.12.2021 bei uns in der Gemeinde Moosinning eine sogenannte Nachfragebündelung starten, um bei entsprechendem Interesse ein reines Glasfasernetz zu verlegen. Die Gemeinde müsste hierfür keinerlei Investitionen leisten. Der Komplettausbau wird allerdings nur gelingen, wenn mindestens 33 % der Haushalte im Anschlussgebiet in dieser Zeit einen Glasfaseranschluss beauftragen.
Deutsche Glasfaser übernimmt bei Vertragsabschluss die Baukosten für den Glasfaseranschluss. Nach der Erstvertragslaufzeit von zwei Jahren hätten Sie die Möglichkeit, wieder zu Ihrem alten Anbieter zu wechseln, der Glasfaseranschluss bleibt bestehen.
Sie erhalten von Deutsche Glasfaser in den kommenden Wochen eine Infomappe und weitere Mailings während der Nachfragebündelung z. B. zu Tarifen per Post.

Deutsche Glasfaser wird auch mit zwei Servicepunkten persönlich vor Ort sein, in dem sich alle Bürgerinnen und Bürger während der Nachfragebündelung von den Mitarbeitern von Deutsche Glasfaser persönlich beraten lassen können.

Servicepunkt Moosinning, Erdinger Straße 30 B, 85452 Moosinning ist dienstags von 14 – 18 Uhr geöffnet. Der Servicepunkt in Eichenried befindet sich in der Schulstraße 1 und ist donnerstags von 14 – 18 Uhr geöffnet.

Außerdem gehen Mitarbeiter von Deutsche Glasfaser während der Nachfragebündelung von Tür zu Tür. Nutzen Sie hier die Möglichkeit, sich persönlich beraten zu lassen. Unter der Telefonnummer 02861 8133 432 erreichen Sie die vor Ort tätigen Mitarbeiter auch für persönliche Beratungstermine.

Lassen Sie uns durchstarten und unsere Heimatgemeinde nicht im regionalen Wettbewerb bremsen. Beweisen wir, dass wir für die Zukunft bereit sind!

Mit besten Grüßen

 

Georg Nagler
Erster Bürgermeister

Aus der Gemeinderatssitzung vom 27.07.2021

Der Gemeinderat hat in der Sitzung vom 27.07.2021 einstimmig beschlossen, mit der Deutschen Glasfaser zum eigenwirtschaftlichen Ausbau der Ortsteile Eching, Moosinning, Eichenried mit Glasfaser einen Kooperationsvertrag abzuschließen. Damit die Deutsche Glasfaser mit dem eigenwirtschaftlichen Ausbau beginnt, müssen 33 % aller Haushalte im Ausbaugebiet einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen. Die Akquise der Verträge beginnt im Herbst. Genaue Informationen über die Verträge erhalten Sie von den Mitarbeitern der Deutschen Glasfaser im Herbst bzw. auf deren Internetseite. Es ist weiter vorgesehen, dass die Mitarbeiter der Deutschen Glasfaser ein Büro in Moosinning beziehen, um ortsnah alle Fragen beantworten zu können.

Breitbandausbau in der Gemeinde Moosinning

pixabay

Der Gemeinderat hat 2017 beschlossen, dass sich die Gemeinde Moosinning am Förderprogramm zur Unterstützung des Breitbandausbaus in der Bundesrepublik Deutschland beteiligt. Damit wird gewährleistet, dass nach dem Ausbau 100 % der unterversorgten Anschlüsse in der Gemeinde über eine Bandbreite von mindestens 50 Mbit/s verfügen werden.
Durch den geplanten Breitbandausbau werden 100 % der unterversorgten Anschlüsse (aktuell weniger als 30 Mbit/s) mit mindestens 50 Mbit/s versorgt.
Die Leitungen werden von den Verteilerkästen bis zur Grundstücksgrenze verlegt. Für den tatsächlichen Hausanschluss ist der jeweilige Grundstücksbesitzer selbst verantwortlich.
Die Anzahl von Anschlüssen, bei denen nach dem Ausbau eine Versorgung von 100 Mbit/s oder mehr möglich ist, sollte größer 80 % sein.
Eine erste Ausschreibung der Maßnahme im Jahr 2018 hat ergeben, dass die Kosten ca. 1 Mio. € über den Schätzkosten lagen, weshalb der Gemeinderat damals beschlossen hat, die Maßnahme erneut auszuschreiben.
Am 02. März 2020 hat der Freistaat Bayern die sog. Gigabitrichtlinie verabschiedet. Laut dieser Richtlinien sollen Übertragungsraten von 1 Gbit/s für gewerbliche und 200 Mbit/s für private Anschlüsse ermöglicht werden.
Förderfähig sind hier gewerbliche Anschlüsse, soweit noch nicht mit mindestens 200 Mbit/s im Down- und Upload versorgt sind und private Anschlüsse, soweit noch nicht mit mindestens 100 Mbit/s im Download versorgt sind.

Die Gemeinde prüft aktuell ob es sinnvoll ist, vom aktuellen Breitbandförderprogramm des Bundes auf die sog. Gigabitrichtlinie umzusteigen.

Das künftige Förderverfahren wird der Gemeinderat in seiner Sitzung am 09.03.2021 beschließen.

Förderverfahren zur Bayerischen Gigabitrichtlinie (BayGibitR)